Einrichtung Einsteiger ca. 15 Min. Lesezeit Aktualisiert: März 2026

Newsletter erstellen: Der komplette Einsteiger-Guide

Von der Registrierung beim Newsletter-Tool über das erste Template bis zum Versand: Diese Anleitung führt dich in 7 Schritten von null zum fertigen Newsletter. Kein Vorwissen nötig, jeder Schritt erklärt, mit konkreten Tool-Empfehlungen für den Start.

Ringo Dühmke, Autor bei Newsletter-Tipps.com
Ringo Dühmke Autor

Seit 2001 Online-Unternehmer und Gründer von Newsletter-Tipps.com. Ringo setzt E-Mail-Marketing seit 2003 als zentralen Kanal in seinen eigenen Projekten ein.

Was du brauchst, bevor du startest

Einen Newsletter zu erstellen ist einfacher als die meisten denken. Du brauchst weder Programmierkenntnisse noch ein großes Budget. Die folgende Checkliste zeigt dir, was du vor dem Start benötigst.

Brauchst du

  • Eine E-Mail-Adresse mit eigener Domain (z. B. mail@deinname.de)
  • Ein Newsletter-Tool (kostenloser Tarif reicht zum Start)
  • Eine Idee, worüber du schreiben willst
  • Ein Impressum (in Deutschland gesetzlich vorgeschrieben)
  • Zugang zur DNS-Verwaltung deiner Domain

Brauchst du nicht

  • HTML- oder Programmierkenntnisse
  • Ein Budget (die meisten Tools sind bis 500 Kontakte gratis)
  • Eine eigene Website (geht auch ohne, per Landing Page)
  • Tausende von Abonnenten (starte mit 10)
  • Design-Software (Templates sind im Tool integriert)

Schritt 1: Das richtige Newsletter-Tool wählen

Dein Newsletter-Tool ist die Zentrale für alles: Empfängerliste verwalten, E-Mails gestalten, Kampagnen versenden und Ergebnisse analysieren. Für Einsteiger in Deutschland empfehle ich eines der folgenden drei Tools, weil sie kostenlose Tarife anbieten, DSGVO-konform arbeiten und den Einstieg leicht machen.

B

Brevo

Testsieger 2026

All-in-One-Plattform mit Drag-and-Drop-Editor, Automationen und CRM. Gratis: 300 E-Mails pro Tag, unbegrenzte Kontakte. DSGVO-konform mit EU-Servern. Ideal für Einsteiger, die langfristig skalieren wollen.

ML

MailerLite

Einfachstes Tool

Schlanke Oberfläche, schnelle Einrichtung. Gratis: 1.000 Abonnenten, 12.000 E-Mails/Monat. Der Editor ist intuitiv, die Templates modern. Besonders beliebt bei Bloggern und kleinen Unternehmen.

CR

CleverReach

Made in Germany

Deutscher Anbieter mit Servern in der EU und CSA-Zertifizierung. Gratis: 250 Kontakte, 1.000 E-Mails/Monat. Komplett deutschsprachig, telefonischer Support, DSGVO ab Werk. Ideal, wenn dir Datenschutz besonders am Herzen liegt.

Unsicher, welches Tool zu dir passt? Der Artikel Das richtige Newsletter-Tool auswählen hilft dir mit einer Entscheidungshilfe weiter. Einen Überblick über alle getesteten Tools findest du auf der Tool-Übersichtsseite.

Schritt 2: Konto anlegen und Absenderdaten einrichten

Nach der Registrierung beim Tool deiner Wahl (dauert 2 bis 3 Minuten) musst du als Erstes deine Absenderdaten hinterlegen. Diese Daten erscheinen in jeder E-Mail, die du verschickst, und sind für die DSGVO-Konformität deines Newsletters unverzichtbar.

Diese Angaben brauchst du beim Setup

A

Absendername

Der Name, den der Empfänger im Posteingang sieht. Nutze deinen echten Vor- und Nachnamen oder den Namen deines Projekts. „Ringo von Newsletter-Tipps" funktioniert besser als „Newsletter-Tipps GmbH".

B

Absender-E-Mail-Adresse

Die Adresse, von der deine Newsletter verschickt werden. Verwende eine Adresse mit deiner eigenen Domain (z. B. newsletter@deinname.de), niemals eine kostenlose Adresse wie @gmail.com oder @gmx.de.

C

Antwort-E-Mail-Adresse

Die Adresse, an die Antworten gehen, wenn ein Leser auf „Antworten" klickt. Nutze eine Adresse, die du regelmäßig liest. Persönliche Antworten auf deinen Newsletter stärken die Beziehung zu deinen Lesern.

D

Physische Adresse / Impressum

In Deutschland muss jeder Newsletter ein Impressum enthalten (§ 5 TMG). Das Tool fügt es automatisch in den Footer ein, du musst nur deine Angaben hinterlegen: Name, Anschrift, E-Mail-Adresse. Die meisten Tools haben dafür ein eigenes Feld in den Kontoeinstellungen.

Schritt 3: Domain authentifizieren (SPF, DKIM)

Dieser Schritt klingt technisch, ist aber in 10 Minuten erledigt und entscheidend für die Zustellbarkeit deines Newsletters. Du beweist den E-Mail-Providern (Gmail, GMX, Web.de), dass du berechtigt bist, im Namen deiner Domain E-Mails zu versenden.

Kurzfassung: Dein Newsletter-Tool gibt dir DNS-Einträge vor (SPF und DKIM). Diese trägst du bei deinem Domain-Hoster (z. B. IONOS, Strato, All-Inkl, Cloudflare) ein. Eine ausführliche Schritt-für-Schritt-Anleitung mit Beispiel-Einträgen findest du im Artikel Newsletter-Zustellbarkeit: SPF, DKIM & DMARC einrichten.

Jedes der drei empfohlenen Tools führt dich mit einem Einrichtungsassistenten durch den Prozess. Bei Brevo findest du den Assistenten unter „Einstellungen → Absender & Domains", bei MailerLite unter „Einstellungen → Domains → Authentifizierung" und bei CleverReach unter „Mein Konto → Whitelabel".

Schritt 4: Anmeldeformular erstellen und einbinden

Bevor du deinen ersten Newsletter verschickst, brauchst du Empfänger. Und Empfänger gewinnst du über ein Anmeldeformular. Das Formular ist der Ort, an dem Besucher ihre E-Mail-Adresse eintragen und per Double-Opt-in bestätigen.

3 Wege, dein Anmeldeformular zu platzieren

Auf deiner Website einbetten

Das Tool generiert einen HTML-Code-Schnipsel, den du in deine Website einfügst. Für WordPress gibt es bei den meisten Anbietern eigene Plugins, die das noch einfacher machen. Platziere das Formular an prominenter Stelle: Sidebar, Footer oder als Pop-up. Mehr dazu: Anmeldeformular erstellen.

Eine Landing Page nutzen

Alle drei empfohlenen Tools bieten einen Landing-Page-Builder. Du erstellst eine eigenständige Seite mit dem einzigen Ziel, Newsletter-Anmeldungen zu gewinnen. Perfekt, wenn du noch keine eigene Website hast. Mehr dazu: Newsletter-Landing-Page erstellen.

Per Link in Social Media teilen

Teile den Link zu deinem Anmeldeformular oder deiner Landing Page in der Instagram-Bio, auf TikTok, in YouTube-Beschreibungen oder auf LinkedIn. So gewinnst du Abonnenten auch ohne Website. Strategien dazu: E-Mail-Liste ohne Website aufbauen.

Tipp für den Start: Halte das Formular schlank. Frage nur die E-Mail-Adresse ab (Pflichtfeld) und optional den Vornamen. Jedes zusätzliche Feld senkt die Anmelderate. Personalisierung mit dem Vornamen lohnt sich trotzdem, weil „Hallo Ringo" deutlich besser wirkt als „Hallo Abonnent".

Schritt 5: Deine erste E-Mail gestalten

Jetzt wird es kreativ. Du erstellst deine erste Newsletter-Ausgabe. Alle empfohlenen Tools bieten einen visuellen Drag-and-Drop-Editor, mit dem du E-Mails ohne HTML-Kenntnisse gestalten kannst. Wähle ein Template als Ausgangspunkt oder starte mit einem leeren Layout.

Aufbau deiner ersten Newsletter-Ausgabe

1

Betreffzeile & Vorschautext

Die Betreffzeile entscheidet über Öffnen oder Ignorieren. Halte sie unter 50 Zeichen und formuliere ein klares Versprechen. Ergänze den Vorschautext (Preheader) mit zusätzlichem Kontext. Mehr: Betreffzeilen verbessern.

2

Persönlicher Einstieg

Begrüße deine Leser mit ein bis zwei Sätzen. Eine kurze Anekdote, ein Bezug zur Woche oder eine direkte Frage. Das schafft Nähe und zeigt: Hier schreibt ein Mensch, kein Automat.

3

Hauptinhalt (1 bis 3 Blöcke)

Dein Mehrwert: ein Tipp, eine Erkenntnis, eine Empfehlung. Schreibe kurze Absätze (3 bis 4 Sätze), nutze Zwischenüberschriften und fette Schlüsselbegriffe. Denke an die 80/20-Regel: 80 % Mehrwert, 20 % Eigenwerbung.

4

Ein klarer Call-to-Action

Jede Ausgabe braucht genau einen CTA: einen Link, einen Button, eine Aufforderung zur Antwort. „Lies den ganzen Artikel im Blog", „Lade dir die Checkliste herunter" oder „Antwort mir mit deiner Meinung". Ein CTA, nicht fünf.

5

Footer mit Impressum und Abmeldelink

Rechtlich vorgeschrieben: Impressum, Abmeldelink und optional Links zu deinen Social-Media-Profilen. Die meisten Tools fügen diese Elemente automatisch ein. Prüfe trotzdem, ob alles korrekt und klickbar ist.

Schritt 6: Testversand und letzte Prüfung

Bevor du auf „Senden" klickst, verschicke deine E-Mail an dich selbst. Prüfe sie im E-Mail-Client (Gmail, Apple Mail, Outlook), nicht nur in der Vorschau deines Tools. Die folgende Checkliste hilft dir, die häufigsten Fehler vor dem Versand zu finden.

Checkliste vor dem Versand

Betreffzeile eingetragen? Unter 50 Zeichen?
Vorschautext (Preheader) eingetragen?
Absendername und Absender-E-Mail korrekt?
Testmail an dich selbst geschickt und geprüft?
Alle Links geklickt und Zielseiten geprüft?
Bilder laden korrekt? Alt-Texte vergeben?
Mobile Ansicht geprüft (Smartphone-Test)?
Impressum und Abmeldelink im Footer?
Rechtschreibung und Grammatik gegengelesen?
Die richtige Empfängerliste ausgewählt?

Eine ausführliche Versand-Checkliste mit Timing-Tipps findest du im Artikel Den ersten Newsletter versenden.

Schritt 7: Versenden und auswerten

Alles geprüft? Dann klicke auf „Senden". Die ersten Ergebnisse (Öffnungsrate, Klickrate) siehst du im Kampagnen-Dashboard deines Tools nach wenigen Stunden. Ein vollständiges Bild ergibt sich nach 24 bis 48 Stunden, da viele Empfänger ihre Mails zeitversetzt lesen.

25–35 %

Öffnungsrate (Zielwert)

3–5 %

Klickrate (Zielwert)

< 0,5 %

Abmelderate (Zielwert)

< 2 %

Bouncerate (Zielwert)

Was diese Kennzahlen bedeuten, wie du sie verbesserst und warum die Öffnungsrate seit Apple MPP mit Vorsicht zu genießen ist, erfährst du im Artikel Öffnungsrate & Klickrate.

Nach dem ersten Versand: die nächsten Schritte

Dein erster Newsletter ist raus. Gratulation! Ab jetzt geht es um Konstanz, Listenaufbau und Optimierung. Hier sind die fünf logischen nächsten Schritte.

1

Festen Versandrhythmus einhalten

Wähle einen festen Wochentag und halte ihn ein. Dienstag bis Donnerstag morgens (8 bis 10 Uhr) funktionieren im DACH-Raum am besten. Konstanz schlägt Perfektion. Mehr: Newsletter-Marketing.

2

Deine E-Mail-Liste aktiv aufbauen

Erstelle einen Lead Magnet (z. B. eine Checkliste oder ein Mini-E-Book), nutze Pop-ups und teile dein Anmeldeformular regelmäßig auf deinen Social-Media-Kanälen.

3

Eine Willkommensserie einrichten

Begrüße neue Abonnenten automatisch mit einer Serie von 3 bis 5 E-Mails. Das stärkt die Bindung, liefert dein Freebie aus und stellt dich als Person vor. Anleitung: Willkommensserie erstellen.

4

Betreffzeilen A/B-testen

Teste bei jedem Versand zwei Betreffzeilen gegeneinander. Schon bei kleinen Listen liefert das wertvolle Erkenntnisse. Brevo und GetResponse automatisieren A/B-Tests komplett.

5

Langfristig denken: Monetarisierung planen

Ab 500 bis 1.000 Abonnenten kannst du über Affiliate-Links, Sponsorings oder eigene Produkte nachdenken. Der Artikel Newsletter-Business aufbauen zeigt dir die verschiedenen Wege.

Häufige Fragen zum Newsletter-Erstellen

Was kostet ein Newsletter?

Zum Start nichts. Die Gratispläne von Brevo (300 Mails/Tag, unbegrenzte Kontakte), MailerLite (1.000 Kontakte, 12.000 Mails/Monat) und CleverReach (250 Kontakte, 1.000 Mails/Monat) reichen für den Anfang völlig aus. Kosten entstehen erst, wenn du wächst: Bezahltarife starten bei etwa 7 bis 15 € pro Monat. Einen Preisvergleich findest du unter Newsletter-Tool-Preise.

Brauche ich eine eigene Website für meinen Newsletter?

Nein. Du kannst eine Landing Page direkt in deinem Newsletter-Tool erstellen und den Link dazu in deiner Social-Media-Bio teilen. Brevo, MailerLite und Kit bieten dafür integrierte Landing-Page-Builder. Langfristig ist eine eigene Website aber sinnvoll, weil sie dir mehr Kontrolle über SEO und Content gibt. Mehr: E-Mail-Liste ohne Website aufbauen.

Wie viele Abonnenten brauche ich, um zu starten?

Einen. Starte mit dir selbst, deinen Freunden, deiner Familie, deinen Arbeitskollegen. Jeder, der sich freiwillig anmeldet, ist ein Leser. Warte nicht auf 1.000 Abonnenten, bevor du die erste Ausgabe verschickst. Viele erfolgreiche Newsletter haben mit unter 50 Lesern begonnen. Der erste Versand ist wichtiger als die erste große Zahl.

Wie oft sollte ich meinen Newsletter verschicken?

Einmal pro Woche ist der beste Kompromiss aus Präsenz und Produktionsaufwand. Wähle einen festen Tag (Dienstag bis Donnerstag funktionieren am besten) und halte den Rhythmus ein. Zweiwöchentlich ist ebenfalls akzeptabel. Seltener als monatlich solltest du nicht versenden, da deine Leser dich sonst vergessen. Ausführlich: Newsletter-Marketing: Frequenz & Formate.

Muss ich ein Impressum in meinen Newsletter einfügen?

Ja, das ist in Deutschland nach § 5 TMG und § 6 TMG Pflicht. Dein Impressum muss Name, Anschrift und eine E-Mail-Adresse enthalten. Die meisten Newsletter-Tools fügen das Impressum automatisch in den Footer jeder E-Mail ein. Außerdem brauchst du einen Abmeldelink in jeder Ausgabe (DSGVO & Newsletter).

Worüber soll ich in meinem Newsletter schreiben?

Über das, wofür dich deine Zielgruppe kennt und schätzt. Blogger teilen Erkenntnisse und Tipps, Coaches geben Praxisbeispiele, Online-Shops zeigen neue Produkte und Angebote, Creator erzählen persönliche Geschichten. Die Formate reichen vom persönlichen Essay über kuratierte Link-Sammlungen bis zum Tutorial. Eine Übersicht aller Formate findest du im Artikel Newsletter-Marketing: Formate & Strategie.

Kann ich meinen Newsletter später zu einem anderen Tool umziehen?

Ja. Alle seriösen Tools bieten Export-Funktionen für deine Kontaktliste (CSV-Export). Du kannst deine Abonnenten jederzeit in ein anderes Tool importieren. Die Einwilligungsnachweise (Double-Opt-in) solltest du dabei mitnehmen. Die meisten Tools erlauben den Import von bestätigten Kontakten mit Nachweis. Ein Wechsel ist also jederzeit möglich, wenn auch mit etwas Aufwand bei Automationen und Templates.
Ringo Dühmke, Gründer von Newsletter-Tipps.com

Ringo Dühmke

Gründer & Autor

Ringo Dühmke ist seit 2001 als Online-Unternehmer aktiv und nutzt E-Mail-Marketing seit 2003. Er hat die Entwicklung der Branche von einfachen Mailinglisten bis zu den KI-gestützten Automationen von heute aus erster Hand miterlebt. Als Gründer von Newsletter-Tipps.com testet er die gängigen Newsletter-Tools selbst, bewertet sie nach praxisnahen Kriterien und schreibt Anleitungen, die sowohl Einsteigern als auch erfahrenen Marketern weiterhelfen.

Newsletter-Tipps.com Online-Unternehmer seit 2001 E-Mail-Marketing seit 2003

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