Automationen & Funnels ca. 15 Min. Lesezeit Aktualisiert: März 2026

Willkommensserie erstellen: Neue Abonnenten automatisch begrüßen

Die ersten Stunden nach der Anmeldung entscheiden darüber, ob jemand ein dauerhafter Leser wird oder still wieder verschwindet. Eine gute Willkommensserie baut Vertrauen auf, liefert sofort Mehrwert und legt die Grundlage für alles, was danach kommt. Dieser Guide zeigt dir den kompletten Aufbau von E-Mail 1 bis E-Mail 5, inklusive Beispieltexten, Automations-Flows, Timing-Empfehlungen und Tool-Setup.

Ringo Dühmke, Autor bei Newsletter-Tipps.com
Ringo Dühmke Autor

Seit 2001 Online-Unternehmer und Gründer von Newsletter-Tipps.com. Ringo setzt E-Mail-Marketing seit 2003 als zentralen Kanal in seinen eigenen Projekten ein.

Warum eine Willkommensserie unverzichtbar ist

Der Moment der Anmeldung ist der wertvollste Moment in der Abonnentenbeziehung. Die Aufmerksamkeit ist maximal, die Erwartungen sind frisch, und das Interesse ist noch warm. Wer diesen Moment mit einer einzigen, unpersönlichen „Danke für deine Anmeldung!"-Mail verpasst, verschenkt die größte Chance seines E-Mail-Marketings.

Eine Willkommensserie nutzt diesen Moment systematisch. Sie ersetzt die einmalige Begrüßung durch eine gezielte Abfolge von E-Mails, die Vertrauen aufbaut, die eigene Positionierung klärt, Mehrwert liefert und neue Abonnenten sanft zur ersten sinnvollen Aktion führt.

Einzelne Bestätigungsmail

  • Kein Aufbau von Vertrauen
  • Abonnent weiß nicht, was ihn erwartet
  • Kein Mehrwert in den ersten Tagen
  • Kein Engagement-Signal gesammelt
  • Erste reguläre Mail wirkt fremd
  • Höhere Abmelderate nach erster Ausgabe

Strukturierte Willkommensserie

  • Aufbau von Vertrauen über mehrere Berührungspunkte
  • Klare Erwartungen vom ersten Tag an
  • Sofortiger Mehrwert (Lead-Magnet, Ressourcen)
  • Klick-Verhalten als Segmentierungsdaten
  • Abonnent kennt dich, wenn reguläre Mails kommen
  • Deutlich niedrigere Early-Abmelderate
höhere Öffnungsrate
Willkommens-E-Mails vs. reguläre Newsletter
mehr Klicks
gegenüber durchschnittlichen Kampagnenmails
33 %
mehr Langzeit-Engagement
bei Abonnenten mit Willkommensserie vs. ohne
Richtwerte aus Experian- und GetResponse-Studien. Ergebnisse variieren je nach Branche und Listenqualität.

Ziele der Willkommensserie definieren

Bevor du die erste E-Mail schreibst, muss klar sein, was die Willkommensserie leisten soll. Denn je nach Zielsetzung verändert sich der Aufbau deutlich. Drei grundverschiedene Ansätze:

Beziehungs-orientiert

Ziel: Vertrauen aufbauen, Persönlichkeit zeigen, die eigene Geschichte erzählen. Ideal für persönliche Marken, Creator, Coaches und Berater.

Kein direkter Verkauf in der Serie

Inhalts-orientiert

Ziel: Sofort Mehrwert liefern, als Experte positionieren, die besten Inhalte teilen. Ideal für Content-getriebene Blogs, Fachmedien und Wissens-Newsletter.

Mehrwert zuerst, Beziehung durch Qualität

Konversions-orientiert

Ziel: Neuen Abonnenten schrittweise zum ersten Kauf führen. Ideal für E-Commerce, Kurs-Anbieter und Dienstleister mit konkretem Angebot.

Soft-Pitch ab E-Mail 3 oder 4

Die meisten Willkommensserien kombinieren Elemente aus allen drei Ansätzen: zuerst Mehrwert und Beziehung (E-Mail 1 und 2), dann Positionierung und Vertrauen (E-Mail 3), schließlich ein erster sanfter Schritt zur Aktion (E-Mail 4 oder 5). Dieses Schema liegt auch dem 5-E-Mail-Aufbau in diesem Artikel zugrunde.

Der 5-E-Mail-Aufbau mit Timing

Fünf E-Mails sind ein bewährtes Maß: genug, um Vertrauen aufzubauen und die wichtigsten Punkte zu vermitteln, aber nicht so viele, dass es erdrückend wirkt. Das folgende Schema lässt sich auf 3 oder 7 E-Mails anpassen.

Willkommensserie auf einen Blick

E1
Sofort nach Anmeldung
Willkommen + Lead-Magnet
E2
Tag 2
Deine Geschichte
E3
Tag 4
Bester Inhalt
E4
Tag 7
Community + Frage
E5
Tag 10–14
Erster Schritt zur Aktion

Timing-Grundsatz: Die erste E-Mail sollte in den ersten 5 Minuten nach der Anmeldung ankommen, idealerweise sofort. Danach sind Abstände von 2 bis 3 Tagen zwischen den E-Mails sinnvoll. So bist du präsent, ohne aufdringlich zu sein. Bei tagesaktuellem Kontext (z. B. Webinar-Anmeldung) kann das Timing enger sein.

Inhalte der einzelnen E-Mails

Jede E-Mail in der Willkommensserie hat eine klare Hauptaufgabe. Was darunter steht, ist der Inhalt, der diese Aufgabe erfüllt. Eine häufige Falle: zu viele Aufgaben in eine E-Mail packen. Eine E-Mail, ein Ziel.

E1
E-Mail 1: Willkommen + Lead-Magnet-Lieferung
Versandzeitpunkt: Sofort (innerhalb von 5 Minuten)

Hauptaufgabe

Den versprochenen Lead-Magneten liefern, kurz begrüßen, klarmachen, wer du bist und was den Abonnenten erwartet.

Elemente

  • Persönliche Begrüßung mit Vorname
  • Download-Link oder Zugang zum Lead-Magneten
  • 2 bis 3 Sätze: Was erwartet dich hier?
  • Kurze persönliche Vorstellung (1 Satz)
  • Bitte: Antworte auf diese Mail (Whitelist-Signal)

Häufige Fehler

  • Zu lang: Kein Mensch liest nach der Anmeldung 500 Wörter
  • Lead-Magnet fehlt oder ist versteckt
  • Sofortiger Verkaufsversuch (zu früh!)

Richtige Länge

150 bis 250 Wörter. Kurz, klar, freundlich.
E2
E-Mail 2: Deine Geschichte
Versandzeitpunkt: Tag 2 nach Anmeldung

Hauptaufgabe

Vertrauen durch Authentizität aufbauen. Warum machst du das hier? Wer bist du, und was hat dich dazu gebracht? Menschen kaufen von Menschen, nicht von Marken.

Elemente

  • Ursprungs-Geschichte: Wann und warum hast du angefangen?
  • Ein konkretes Problem, das du selbst hattest
  • Was du daraus gelernt hast (relevanter Nutzen)
  • Verbindung zur aktuellen Situation des Abonnenten
  • Optional: Foto oder persönliches Detail

Storytelling-Tipp

Die beste Ursprungsgeschichte folgt dem Schema: Problem → Wendepunkt → Lösung → Relevanz für den Leser. Du musst keine Heldengeschichte erfinden. Echte, kleine Momente wirken stärker als große Inszenierungen.

250 bis 400 Wörter. Persönlich, ehrlich, konkret.
E3
E-Mail 3: Dein bester Inhalt
Versandzeitpunkt: Tag 4 nach Anmeldung

Hauptaufgabe

Den Abonnenten mit deinem besten, relevantesten Inhalt überraschen. Das ist dein „Wow"-Moment: der Artikel, die Checkliste, das Tutorial oder der Tipp, der zeigt, warum die Anmeldung sich gelohnt hat.

Elemente

  • Kurze Einleitung: Warum ist das wichtig?
  • Der Inhalt selbst oder ein Link zum Inhalt
  • Konkret: Was soll der Leser jetzt tun?
  • Klick-Tracking für Segmentierungsdaten

Segmentierungs-Tipp

Biete in dieser E-Mail Links zu 2 bis 3 unterschiedlichen Themen an. Wer auf welchen Link klickt, zeigt dir, was ihn am meisten interessiert. Richte ein automatisches Tagging ein (z. B. über KlickTipp), das diesen Klick direkt als Interesse-Tag speichert.

300 bis 500 Wörter oder Link zu einem langen Artikel.
E4
E-Mail 4: Community + Direkte Frage
Versandzeitpunkt: Tag 7 nach Anmeldung

Hauptaufgabe

Den Dialog öffnen. Wer antwortet, ist ein aktiver Abonnent. Antworten verbessern die Absenderreputation (Gmail, GMX) und geben dir direkt wertvolles Feedback über die Bedürfnisse deiner Leser.

Elemente

  • Kurze persönliche Einleitung
  • Eine einzige, konkrete Frage an den Leser
  • Ggf. Verweis auf Community, Gruppe oder Kommentare
  • Hinweis: „Ich lese wirklich jede Antwort"

Gute Fragen-Beispiele

  • „Was ist dein größtes Problem beim Newsletter-Aufbau gerade?"
  • „Worüber soll ich als Nächstes schreiben?"
  • „Was hat dich dazu gebracht, dich anzumelden?"
150 bis 200 Wörter. Kurz ist hier stärker als lang.
E5
E-Mail 5: Erster Schritt zur Aktion
Versandzeitpunkt: Tag 10 bis 14 nach Anmeldung

Hauptaufgabe

Den Übergang zum nächsten Schritt gestalten: ein kostenloser Einstieg (Webinar, Demo, Erstgespräch) oder ein niedrigschwelliges erstes Angebot. Nicht aggressiv, nicht aufdringlich. Ein Hinweis, keine Druckkampagne.

Elemente

  • Kurzes Recap: Was habt ihr in den letzten Tagen geteilt?
  • Hinweis auf nächsten logischen Schritt
  • Nutzenorientierter CTA (kein „Jetzt kaufen"!)
  • Ausblick: Was kommt im regulären Newsletter?

Übergang zum regulären Newsletter

E-Mail 5 ist auch der Übergang: Teile dem Abonnenten mit, wie es weitergeht. Wann kommt die nächste reguläre Mail? Was wird sie enthalten? Das reduziert die Abmelderate nach der Willkommensserie deutlich.

250 bis 350 Wörter. Freundlich, vorausblickend, ohne Druck.

Beispieltexte und Betreffzeilen

Konkrete Beispiele helfen mehr als abstrakte Beschreibungen. Die folgenden Beispiele stammen aus dem Kontext eines Newsletters zu E-Mail-Marketing und lassen sich auf andere Themen übertragen.

Beispiel-Betreffzeilen für alle 5 E-Mails

E-Mail Betreff-Option A Betreff-Option B
E1 „Dein Download ist da, {{Vorname}}" „Willkommen! Hier ist dein Einstiegsguide"
E2 „Warum ich das hier überhaupt mache" „Mein ehrlicher Newsletter-Ursprung"
E3 „Der Artikel, den ich am meisten empfehle" „Was 2.000 Abonnenten als nützlichsten Inhalt wählten"
E4 „Kurze Frage an dich, {{Vorname}}" „Darf ich dich etwas fragen?"
E5 „Was als Nächstes kommt (und ein Angebot für dich)" „Der nächste sinnvolle Schritt für dich"

Beispieltext: E-Mail 1 (gekürzt)

Beispieltext: E-Mail 4 (Frage-Mail, komplett)

Segmentierung in die Willkommensserie einbauen

Eine Willkommensserie ist der ideale Einstiegspunkt für erste Segmentierungsdaten. Wenn du die Serie so gestaltest, dass Klickverhalten automatisch Tags setzt, weißt du nach 14 Tagen deutlich mehr über deine neuen Abonnenten als vorher.

Klick-Tagging in E-Mail 3

Biete in E-Mail 3 Links zu 2 bis 3 Themen an. Jeder Klick setzt automatisch einen Interesse-Tag. Wer auf „Automationen" klickt, bekommt Tags als „Interesse: Automation".

Interesse: Automation Interesse: DSGVO Interesse: Tools

Frage-Variante in E-Mail 4

Statt einer offenen Antwort-Frage kannst du auch klickbare Antwort-Optionen anbieten. Jede Option ist ein Link, der einen Tag setzt.

„Ich bin Einsteiger" → Tag: Erfahrung: Einsteiger
„Ich habe schon eine Liste" → Tag: Erfahrung: Fortgeschrittener

Formular-Frage bei Anmeldung

Noch besser: Hole die Segmentierungsfrage schon ins Anmeldeformular. Dann startet die Willkommensserie bereits segmentiert und E-Mail 1 kann direkt auf das angegebene Interesse eingehen.

Mehr dazu im Artikel Segmentierung einrichten

Separate Serien pro Segment

Fortgeschrittene Variante: Zwei separate Willkommensserien für „Einsteiger" und „Fortgeschrittene". Wer sich als Einsteiger eintragen hat, bekommt die Basis-Sequenz. Wer als Profi kommt, bekommt sofort tiefere Inhalte.

Umsetzung z. B. mit KlickTipp oder ActiveCampaign

Automations-Flow: technischer Aufbau

Die Willkommensserie läuft vollautomatisch: Sobald jemand das Formular ausfüllt und die Double-Opt-in-Bestätigung anklickt, startet die Automation. Kein manueller Eingriff nötig.

Automation-Flow: Willkommensserie (vereinfacht)

Trigger
Formular-Anmeldung + Double-Opt-in bestätigt
Aktion
Tag setzen: „Willkommensserie: aktiv" + Quelle-Tag aus Formular
E-Mail versenden
E-Mail 1: Willkommen + Lead-Magnet (sofort)
Warten
2 Tage
E-Mail versenden
E-Mail 2: Deine Geschichte (Tag 2)
... (gleiche Abfolge für E-Mail 3, 4, 5) ...
Bedingung nach E-Mail 5
Hat Abonnent in den letzten 14 Tagen mindestens 1 Mal geklickt?
Ja: Aktiv
Tag: „Aktiv" setzen → Regulären Newsletter starten
Nein: Inaktiv
Tag: „Niedrig-Engagement" → Reaktivierungssequenz

DSGVO-Hinweis: Die Automation darf erst nach bestätigtem Double-Opt-in starten. Kein Tool sollte die erste E-Mail vor der DOI-Bestätigung versenden. Das ist nicht nur rechtlich korrekt, sondern reduziert auch Bounces, weil nur echte, aktive Adressen die E-Mail erhalten. Mehr dazu im Artikel DSGVO & Newsletter.

5 häufige Fehler und wie du sie vermeidest

1

Zu viel Inhalt in jeder E-Mail

Neue Abonnenten kennen dich noch nicht. Wer in der ersten Woche fünf überfüllte E-Mails mit je 800 Wörtern erhält, fühlt sich überrumpelt, nicht willkommen. Weniger ist mehr, vor allem am Anfang.

Lösung: Eine Kernbotschaft pro E-Mail. Alles andere weglassen.
2

Sofortiger Verkauf in E-Mail 1 oder 2

Ein Kaufangebot in den ersten beiden E-Mails wirkt wie ein Fremder, der auf der Straße direkt fragt: „Kaufst du mein Produkt?" Vertrauen braucht Zeit. Wer vor dem Aufbau verkauft, zerstört beides: den Verkauf und die Beziehung.

Lösung: Frühestens ab E-Mail 4 oder 5 auf Angebote hinweisen, und dann sanft und nutzenorientiert.
3

Kein klarer Übergang zum regulären Newsletter

Nach der Willkommensserie kommt plötzlich eine reguläre Newsletter-Ausgabe, ohne Vorwarnung. Der Abonnent denkt: „Woher kommt das plötzlich?" und meldet sich ab. Dieser Bruch ist einer der häufigsten Gründe für erhöhte Abmeldungen nach der Onboarding-Phase.

Lösung: In E-Mail 5 explizit ankündigen, was danach kommt. Frequenz und Format des regulären Newsletters nennen.
4

Einheitliche Serie für alle Abonnenten

Wer sich über ein SEO-Tutorial angemeldet hat, erwartet andere Inhalte als jemand, der über ein DSGVO-PDF kam. Eine einzige Willkommensserie für alle verfehlt das Relevanzversprechen von Anfang an.

Lösung: Mindestens den Einstiegskontext taggen. Fortgeschrittener Schritt: Separate Serien pro Anmeldequelle oder Interessenprofil.
5

Serie einrichten und nie wieder anfassen

Eine Willkommensserie ist keine Einmal-Einrichtung für die Ewigkeit. Links veralten, Produkte ändern sich, Positionierungen verschieben sich. Wer seine Willkommensserie zwei Jahre lang nicht überarbeitet hat, sendet möglicherweise veraltete Infos oder tote Links.

Lösung: Willkommensserie alle 6 bis 12 Monate komplett durchlesen und aktualisieren. Klickraten und Öffnungsraten als Qualitätsindikator nutzen.

Tool-Empfehlungen für Willkommensserien

Technisch gesehen brauchst du für eine Willkommensserie drei Dinge: ein Formular mit DOI-Funktion, einen E-Mail-Versand mit Automation und die Möglichkeit, Warte-Schritte und Bedingungen zu definieren. Das bieten alle etablierten Newsletter-Tools. Der Unterschied liegt in der Tiefe der Segmentierung und der Benutzerfreundlichkeit des Automations-Builders.

KlickTipp

KlickTipp

Top-Pick: Automation & Tagging Made in Germany

KlickTipp ist speziell für tagbasierte Marketing-Automationen entwickelt worden und bietet das leistungsstärkste System für segmentierte Willkommensserien im deutschsprachigen Markt. Über den Automations-Builder lassen sich mehrstufige Sequenzen aufsetzen, bei denen jeder Klick in einer E-Mail automatisch Tags setzt und die nächste Verzweigung steuert. Die SmartContact-KI ergänzt das Kontaktprofil laufend auf Basis des Verhaltens. Alle Daten liegen auf Servern in Deutschland, ein AVV ist inklusive. Ideal für alle, die Willkommensserie und Segmentierung in einem System abbilden wollen, ohne Kompromisse beim Datenschutz eingehen zu müssen.

Tag-Automation pro Klick SmartContact (KI) Server in Deutschland DSGVO + AVV inklusive Visueller Automation-Builder
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B

Brevo

Bestes Gratis-Einstiegspaket

Brevo bietet Automationen bereits im kostenlosen Tarif an, mit dem sich eine einfache Willkommensserie vollständig aufbauen lässt. Der visuelle Automations-Editor ist intuitiv und für Einsteiger gut geeignet. Besonderheit für den DACH-Markt: EU-Server, AVV direkt im Account, CSA-Zertifizierung für bessere Zustellbarkeit bei GMX und Web.de. Für eine einfache 3- bis 5-E-Mail-Willkommensserie ohne komplexe Verzweigungen ist Brevo eine ausgezeichnete, kostenfreie Wahl.

Automation im Gratis-Plan EU-Server CSA-zertifiziert Visueller Editor
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ML

MailerLite

Einfachste Einrichtung

MailerLite hat einen der benutzerfreundlichsten Automations-Builder im Markt. Eine 5-E-Mail-Willkommensserie ist in unter 30 Minuten vollständig eingerichtet. Gruppen, einfaches Interesse-Tagging und klare Workflow-Visualisierung machen MailerLite zur ersten Wahl für Einsteiger, die schnell starten wollen, ohne sich in Technik zu verlieren. Der Gratis-Plan reicht für bis zu 1.000 Abonnenten und 12.000 monatliche E-Mails.

Schnelle Einrichtung Einsteiger-freundlich Gratis bis 1.000 Abonnenten
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K

Kit (ConvertKit)

Beste für Creator & Kurs-Verkäufe

Kit hat eine tagbasierte Architektur und wurde für Creator entwickelt, die über E-Mail-Sequenzen digitale Produkte verkaufen. Der „Sequence Builder" ist auf genau diesen Anwendungsfall ausgerichtet: Willkommens-Sequenz → Interesse-Tagging → automatische Produkt-E-Mail für Interessenten. Im Gratis-Plan bis 10.000 Abonnenten nutzbar. Für den DACH-Markt: englischsprachige Oberfläche, US-Server (DSGVO-Vorsicht).

Sequence Builder Tag-first Architektur Gratis bis 10.000
Kit testen

Automation-Features im Vergleich

Feature KlickTipp Brevo MailerLite Kit
Willkommens-Automation
Klick-basiertes Auto-Tagging Eingeschränkt
Bedingte Verzweigungen Basic
Mehrere Serien parallel
KI-Kontaktprofile SmartContact
Automation im Gratis-Plan Eingeschränkt
Server in Deutschland EU

Checkliste vor dem Aktivieren der Willkommensserie

Bevor du den Automations-Flow aktivierst, prüfe jeden Punkt dieser Liste. Ein Fehler in der Willkommensserie trifft jeden neuen Abonnenten, bis du ihn bemerkst.

Inhalt & Texte

Alle E-Mails laut vorgelesen und auf natürlichen Ton geprüft?
Lead-Magnet-Link in E-Mail 1 funktioniert?
Preheader-Text für jede E-Mail definiert?
Personalisierungs-Platzhalter korrekt? (kein „Hallo !")
Jede E-Mail hat eine einzige, klare Kernbotschaft?
E-Mail 5 kündigt den regulären Newsletter an?

Technik & Automation

Automation startet erst nach DOI-Bestätigung?
Timing der E-Mails korrekt eingestellt?
Test-Anmeldung mit eigener E-Mail-Adresse gemacht?
Alle E-Mails auf Smartphone angesehen (Vorschau)?
Klick-Tagging für Segmentierung aktiviert?
Abmelde-Link in jeder E-Mail vorhanden?

DSGVO & Datenschutz

Datenschutzhinweis im Anmeldeformular verlinkt?
Double-Opt-in-Protokoll wird gespeichert?
AVV mit dem Tool-Anbieter abgeschlossen?
Impressum in der E-Mail-Fußzeile vorhanden?

Mein Rat: Schicke dir selbst die komplette Willkommensserie als Test, bevor du sie aktivierst. Melde dich über das echte Formular an und erlebe die E-Mails so, wie ein neuer Abonnent sie erlebt. Dabei fällst du Dinge auf, die du beim Schreiben nicht bemerkt hast. Erst nach diesem Test kommt die Aktivierung.

Häufige Fragen zur Willkommensserie

Wie viele E-Mails soll eine Willkommensserie haben?

3 bis 7 E-Mails sind ein sinnvolles Fenster. Weniger als 3 reichen oft nicht aus, um Vertrauen aufzubauen. Mehr als 7 überfordern neue Abonnenten und können zu höheren Abmelderaten führen. 5 E-Mails ist ein guter Standard für die meisten Zielgruppen. Wenn du spezifische Produkte oder Kurse über die Serie verkaufst, können 7 bis 10 E-Mails sinnvoll sein, weil mehr Zeit für die Entscheidungsreife nötig ist.

Soll ich Abonnenten während der Willkommensserie auch reguläre Newsletter erhalten?

Das hängt von der Frequenz deines regulären Newsletters ab. Wöchentliche Newsletter: Schließe neue Abonnenten für die ersten 2 Wochen vom regulären Versand aus. Sie sollen zunächst die Willkommensserie durchlaufen. Monatliche Newsletter: Kein Problem, du kannst neue Abonnenten in beide Serien aufnehmen, wenn der Abstand passt. Wichtig: Stelle sicher, dass Abonnenten nicht in einem einzigen Tag 3 E-Mails von dir erhalten. Das wirkt übergriffig und erhöht die Spam-Beschwerderate.

Brauche ich einen Lead-Magneten für eine Willkommensserie?

Nein, aber es empfiehlt sich. Wenn du keinen Lead-Magneten hast, ersetze ihn durch einen besonders nützlichen Artikel, ein kurzes Tutorial oder eine hilfreiche Ressourcenliste. E-Mail 1 soll sofort Mehrwert liefern, unabhängig davon, ob es ein PDF oder ein Artikel ist. Ein einfaches „Dein bester Einstiegsartikel zum Thema X" funktioniert, wenn er wirklich gut ist.

Was passiert mit Abonnenten, die bereits E-Mails von mir erhalten haben und sich erneut anmelden?

Die meisten Tools erkennen, ob eine E-Mail-Adresse bereits in der Liste ist. Du kannst konfigurieren, ob ein erneutes Ausfüllen des Formulars die Willkommensserie neu startet oder nicht. Empfehlung: Willkommensserie nicht erneut starten. Stattdessen den Abonnenten als „reaktiviert" taggen und ggf. eine kurze Wiedereinsteiger-E-Mail senden.

Soll ich HTML-E-Mails oder reine Text-E-Mails verwenden?

Für eine Willkommensserie, die auf Beziehungsaufbau ausgerichtet ist, performen Text-basierte E-Mails oft besser als aufwendig gestaltete HTML-Templates. Sie wirken persönlicher, direkt und weniger nach „Marketing-Mail". Für Content-getriebene oder E-Commerce-Newsletter kann ein moderates HTML-Design mit Logo und sauberem Layout besser passen. Teste beides. Als Einstieg: Text-basiert mit einfachem Branding (Absender-Name, dezenter Footer) ist selten falsch.

Wie messe ich, ob meine Willkommensserie gut ist?

Die wichtigsten Kennzahlen: Öffnungsrate der einzelnen E-Mails (sollte über der regulären Kampagnenrate liegen), Klickrate (zeigt Engagement mit dem Inhalt), Abmelderate während der Serie (unter 0,3 % pro E-Mail ist gut) und die Long-Term-Öffnungsrate von Abonnenten nach der Serie (haben Willkommens-Abonnenten höheres Engagement als Nicht-Willkommens-Abonnenten?). Vergleiche nach 3 bis 6 Monaten die Engagementdaten beider Gruppen.
Ringo Dühmke, Gründer von Newsletter-Tipps.com

Ringo Dühmke

Gründer & Autor

Ringo Dühmke ist seit 2001 als Online-Unternehmer aktiv und nutzt E-Mail-Marketing seit 2003. Er hat eigene Willkommensserien für verschiedene Zielgruppen entwickelt, getestet und optimiert. Als Gründer von Newsletter-Tipps.com testet er die gängigen Newsletter-Tools selbst und schreibt Anleitungen auf Basis eigener Praxiserfahrung.

Newsletter-Tipps.com Online-Unternehmer seit 2001 E-Mail-Marketing seit 2003

Richte deine Willkommensserie heute ein

Schreibe E-Mail 1 als ersten Schritt. Du brauchst keine perfekte 5-E-Mail-Serie von Anfang an. Eine gute erste E-Mail ist besser als keine Serie.