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Preisvergleich 2026 15 Min. Lesezeit

Newsletter-Tool Preisvergleich 2026

Was kostet E-Mail-Marketing wirklich? Ich vergleiche die Preise von 10 Newsletter-Tools bei unterschiedlichen Listengrößen, erkläre die drei Abrechnungsmodelle und zeige dir, wo du am meisten für dein Geld bekommst.

10
Tools verglichen
4
Listengrößen
3
Abrechnungsmodelle
Ringo Dühmke
Ringo DühmkeAutor

Online-Unternehmer seit 2001, E-Mail-Marketing seit 2003. Preise geprüft: März 2026

Die Preise von Newsletter-Tools lassen sich nicht mit einem einzigen Blick vergleichen, weil die Anbieter drei grundverschiedene Abrechnungsmodelle nutzen. Manche rechnen pro Kontakt ab, andere pro gesendeter E-Mail und wieder andere bieten Prepaid-Pakete. Wer das nicht versteht, zahlt schnell drauf, besonders wenn die eigene Liste wächst.

Alle Preise in diesem Vergleich beziehen sich auf die monatliche Abrechnung in Euro (Stand: März 2026). Bei jährlicher Zahlung bieten die meisten Anbieter 10 bis 20 % Rabatt. Kit und Beehiiv rechnen in US-Dollar ab, ich habe die Preise zur besseren Vergleichbarkeit trotzdem in Dollar belassen.

Die 3 Abrechnungsmodelle erklärt

Bevor du Preise vergleichst, musst du verstehen, wofür du eigentlich zahlst. Die Unterschiede sind relevant, weil sie direkt beeinflussen, wie sich deine Kosten entwickeln, wenn deine Liste wächst.

Modell 1: Kontaktbasiert (pro Abonnent)

Die Mehrheit der Tools rechnet so ab. Du zahlst einen monatlichen Festpreis, der von der Anzahl deiner gespeicherten Kontakte abhängt. Egal ob du pro Monat eine oder zwanzig E-Mails sendest, der Preis bleibt gleich. Dafür steigt er mit jedem neuen Abonnenten.

MailerLite ActiveCampaign Mailchimp CleverReach Rapidmail GetResponse Kit KlickTipp

Vorteil: Kosten planbar. Risiko: Ungenutzte Kontakte (inaktive Abonnenten) treiben den Preis hoch. Bei Mailchimp zählen sogar abgemeldete Kontakte weiter, sofern du sie nicht manuell löschst.

Modell 2: Volumenbasiert (pro E-Mail)

Hier zahlst du nicht für die Größe deiner Liste, sondern für die Anzahl der versendeten E-Mails pro Monat. Du kannst beliebig viele Kontakte speichern, zahlst aber mehr, je öfter du sendest. Dieses Modell belohnt Versender, die eine große Liste haben, aber nicht täglich mailen.

Brevo Mailjet

Vorteil: Große Listen sind günstiger, weil Kontakte nichts kosten. Risiko: Wer sehr häufig an große Listen sendet, zahlt bei Brevo schnell mehr als bei kontaktbasierten Tools.

Modell 3: Prepaid (pro Versand)

Du kaufst ein Guthaben (Credits oder Einzelversände), das du nach Bedarf abrufst. Kein Abo, keine monatliche Bindung. Ideal für Gelegenheitsversender, die nur alle paar Wochen oder Monate einen Newsletter verschicken.

CleverReach Flex Rapidmail „Pro Versand" Clever Elements Credits

Vorteil: Nur zahlen, wenn du sendest. Risiko: Pro E-Mail teurer als Abo-Modelle, wenn du regelmäßig versendest.

Kleine Liste: Bis 1.000 Kontakte

Die typische Situation für Einsteiger, Freelancer und kleine Unternehmen. In dieser Größenordnung haben die meisten Tools noch kostenlose oder sehr günstige Tarife. Die Tabelle zeigt den günstigsten Bezahltarif mit praxistauglichem Funktionsumfang (Automationen, kein Branding wenn möglich).

Tool 500 Kontakte 1.000 Kontakte Modell E-Mail-Limit
Brevo7 €14 €Pro Volumen5.000 / 10.000
MailerLite9 €14 €Pro KontaktUnbegrenzt
Mailchimp13 €20 €Pro Kontakt5.000 / 10.000
CleverReach15 €20 €Pro Kontakt2.000 / 4.000 (Basic)
Rapidmail15 €19 €Pro KontaktUnbegrenzt (Starter)
GetResponse16 €16 €Pro KontaktUnbegrenzt (Starter)
ActiveCampaign19 €19 €Pro Kontakt10x Kontakte
KlickTipp30 €*30 €*Pro EmpfängerUnbegrenzt
Kit29 $29 $Pro AbonnentUnbegrenzt
Beehiiv43 $43 $Pro AbonnentUnbegrenzt

* KlickTipp-Preise sind netto, zzgl. MwSt. Standard-Tarif bis 2.500 Empfänger. Kit und Beehiiv in USD.

Erkenntnis für kleine Listen: Brevo und MailerLite teilen sich mit 7 bis 14 € pro Monat den Spitzenplatz. Brevo ist günstiger, wenn du seltener sendest (Abrechnung nach E-Mails). MailerLite lohnt sich, wenn du häufig an deine gesamte Liste versendest (unbegrenzte E-Mails im Bezahltarif).

Mittlere Liste: 2.500 bis 5.000 Kontakte

Hier zeigt sich, wie unterschiedlich die Preismodelle skalieren. Wer seine Liste über den Gratis-Bereich hinaus aufgebaut hat und regelmäßig wöchentlich versendet, braucht einen Tarif, der sowohl das Versandvolumen als auch die Funktionen (Automationen, A/B-Tests) abdeckt.

Tool 2.500 Kontakte 5.000 Kontakte E-Mails bei 5.000
Brevo25 €25 €20.000 (Starter)
MailerLite23 €36 €Unbegrenzt
GetResponse27 €54 €Unbegrenzt
CleverReach35 €60 €10.000 / 20.000 (Basic)
Rapidmail33 €52 €Unbegrenzt (Starter)
Mailchimp45 €75 €50.000 (Essentials)
ActiveCampaign49 €99 €10x Kontakte
KlickTipp30 €*50 €*Unbegrenzt
Kit49 $79 $Unbegrenzt
Beehiiv43 $43 $Unbegrenzt

Erkenntnis für mittlere Listen: Brevo bleibt bei 5.000 Kontakten der günstigste Anbieter (25 € für 20.000 E-Mails), aber nur, wenn du nicht öfter als ca. viermal pro Monat an die gesamte Liste sendest. MailerLite (36 €) und Rapidmail (52 €) bieten unbegrenztes Sendevolumen und sind deshalb bei häufigem Versand die bessere Wahl. Mailchimp wird ab 2.500 Kontakten spürbar teurer als die Konkurrenz.

Große Liste: 10.000 bis 25.000 Kontakte

Ab dieser Größe trennt sich die Spreu vom Weizen. Die Preisunterschiede zwischen den Tools werden erheblich, und die Wahl des richtigen Abrechnungsmodells kann mehrere hundert Euro pro Monat ausmachen.

Tool 10.000 Kontakte 25.000 Kontakte
Brevo29 €ca. 59 €
MailerLite68 €ca. 140 €
GetResponse69 €ca. 170 €
Rapidmail95 €190 €
Mailchimp110 €ca. 260 €
CleverReach120 €240 €
KlickTipp170 €*ab 350 €*
ActiveCampaign189 €489 €
Kit119 $199 $
Beehiiv43 $43 $

Achtung bei großen Listen: Die Preisschere öffnet sich drastisch. Bei 25.000 Kontakten kostet ActiveCampaign fast zehnmal so viel wie Brevo (489 € vs. ca. 59 €). Das rechtfertigt sich nur, wenn du die Profi-Automationen von ActiveCampaign tatsächlich nutzt. Wenn du „nur" Newsletter versendest, ist Brevo oder MailerLite die wirtschaftlichere Wahl. Beehiiv fällt durch seinen Flatrate-Preis von 43 $/Monat auf, rechnet sich aber nur für reine Newsletter-Publisher.

Kostenentwicklung: Wie teuer wird es bei 10.000 Kontakten?

Diese Übersicht zeigt, wie stark die monatlichen Kosten bei 10.000 Kontakten variieren. Sortiert vom günstigsten zum teuersten Anbieter:

Brevo
29 €
Beehiiv
43 $
MailerLite
68 €
GetResponse
69 €
Rapidmail
95 €
Mailchimp
110 €
Kit
119 $
CleverReach
120 €
KlickTipp
170 €*
ActiveCampaign
189 €

* Netto, zzgl. MwSt. Balkenbreite proportional. Kit, Beehiiv in USD.

Prepaid-Tarife für Gelegenheitsversender

Wenn du nur alle paar Wochen einen Newsletter verschickst, zahlst du bei einem Monatsabo für Monate, in denen du gar nicht sendest. Drei Anbieter lösen das Problem mit Prepaid-Modellen, bei denen du nur den tatsächlichen Versand bezahlst.

Anbieter Modell 1.000 E-Mails 5.000 E-Mails 10.000 E-Mails Pro E-Mail
CleverReach Flex E-Mail-Credits 44 € 132 € 220 € 0,022 bis 0,044 €
Rapidmail „Pro Versand" Pro Mailing 30 € 90 € 142 € 0,014 bis 0,030 €
Clever Elements Credits + Grundgebühr 10 € + 2,50 €** 50 € + 2,50 €** 100 € + 2,50 €** 0,004 bis 0,01 €

** Clever Elements berechnet 250 Credits Grundgebühr pro Versand (= 2,50 € bei 0,01 € pro Credit) plus 1 Credit pro Empfänger. Alle Preise netto.

Rechenbeispiel: Vereins-Newsletter (500 Empfänger, 1x pro Monat)

CleverReach Flex

ca. 22 €

pro Versand (500 Credits)

Rapidmail „Pro Versand"

20 €

pro Mailing an 500 Empfänger

Clever Elements Credits

ca. 7,50 €

750 Credits (250 + 500)

Zum Vergleich: Ein Monatsabo bei CleverReach (Basic, 500 Empfänger) kostet 15 € pro Monat, auch wenn du nur einmal sendest. Bei monatlichem Versand ist das Abo ab etwa zwei Mailings pro Monat günstiger als Prepaid.

7 Tipps, um bei Newsletter-Tools zu sparen

1

Jährlich statt monatlich zahlen

Die meisten Anbieter geben 10 bis 20 % Rabatt bei Jahreszahlung. Bei ActiveCampaign sind es sogar 20 %, was bei 10.000 Kontakten über 450 € Ersparnis pro Jahr bedeutet.

2

Inaktive Kontakte regelmäßig aufräumen

Bei kontaktbasierten Tools zahlst du für jeden gespeicherten Kontakt, auch wenn er seit Monaten keine E-Mail geöffnet hat. Lösche oder archiviere inaktive Kontakte alle 3 bis 6 Monate. Das senkt deine Kosten und verbessert gleichzeitig deine Zustellrate.

3

Brevo statt kontaktbasiert bei großen, ruhigen Listen

Wenn du 5.000+ Kontakte hast, aber nur ein bis zweimal pro Monat sendest, ist Brevos volumenbasiertes Modell oft halb so teuer wie kontaktbasierte Alternativen.

4

Non-Profit-Rabatte nutzen

MailerLite gewährt 30 % Rabatt für gemeinnützige Organisationen. Rapidmail bietet bis zu 50 % Vereinsrabatt. GetResponse gibt 30 bis 50 % für NGOs. Einfach beim Support anfragen.

5

Nicht zu früh upgraden

Viele Anfänger wechseln zu schnell in den Bezahltarif, obwohl der Free-Plan noch reicht. Brevo erlaubt unbegrenzt Kontakte gratis, Kit sogar bis 10.000 Abonnenten. Nutze das aus.

6

Auf versteckte Kosten achten

Einige Tools berechnen Zusatzkosten für Features, die anderswo inklusive sind: Brevo verlangt 9 € extra, um das Branding zu entfernen. CleverReach berechnet 23 € pro Monat für Premium-Support. KlickTipp hat eine Einrichtungsgebühr ab 699 € im Enterprise-Tarif.

7

Tag-basierte Tools vermeiden Doppelzahlungen

Bei listenbasierten Tools (Mailchimp, CleverReach) kann ein Kontakt in mehreren Listen auftauchen und wird doppelt gezählt. Tag-basierte Tools (Kit, KlickTipp, ActiveCampaign) speichern jeden Kontakt nur einmal, egal wie vielen Segmenten er zugeordnet ist.

Häufige Fragen zu Newsletter-Preisen

Welches Newsletter-Tool ist am günstigsten?

Das hängt von deiner Listengröße und Versandfrequenz ab. Für kleine Listen (bis 1.000 Kontakte) ist Brevo ab 7 € und MailerLite ab 9 € am günstigsten. Für große Listen (10.000+) hat Brevo mit dem volumenbasierten Modell den klarsten Preisvorteil, sofern du nicht täglich sendest. Für Gelegenheitsversender sind die Prepaid-Modelle von Clever Elements und Rapidmail am wirtschaftlichsten.

Warum ist Brevo so viel günstiger als die Konkurrenz?

Brevo rechnet nach versendeten E-Mails, nicht nach Kontakten. Das heißt: Du zahlst nur, was du tatsächlich nutzt. Bei kontaktbasierten Tools zahlst du auch für Kontakte, an die du gerade nicht sendest. Der Nachteil: Wenn du sehr häufig an eine große Liste sendest (z. B. täglich an 10.000 Kontakte), wird Brevo teurer als kontaktbasierte Tools mit unbegrenztem Sendevolumen.

Sind die Preise von KlickTipp netto oder brutto?

Alle KlickTipp-Preise sind netto, zuzüglich der gesetzlichen Mehrwertsteuer (19 %). Der Standard-Tarif für 30 € netto kostet also 35,70 € brutto. Das gilt auch für Quentn. Die meisten anderen Anbieter (Brevo, MailerLite, CleverReach, Rapidmail, Mailchimp) zeigen auf ihren Preisseiten ebenfalls Nettopreise, weisen aber im Checkout-Prozess die MwSt. aus.

Lohnt sich ein teures Tool wie ActiveCampaign?

Nur, wenn du die erweiterten Funktionen (komplexe Automationen, CRM, Lead Scoring) aktiv nutzt. Wenn du „nur" Newsletter versendest und einfache Willkommensserien einrichtest, bist du mit MailerLite oder Brevo genauso gut bedient und sparst bei 5.000 Kontakten über 60 € pro Monat. ActiveCampaign rechnet sich ab dem Punkt, an dem Automatisierungen dir nachweisbar mehr Umsatz bringen als das Tool kostet.

Zählen abgemeldete Kontakte bei den Kosten mit?

Das ist eine der häufigsten Preisfallen. Bei Mailchimp zählen abgemeldete (unsubscribed) Kontakte zum Kontaktlimit, sofern du sie nicht manuell löschst oder archivierst. Bei MailerLite werden nur aktive, angeschriebene Kontakte berechnet. Bei Brevo ist es irrelevant, weil dort nach Versandvolumen abgerechnet wird. Tipp: Räume bei kontaktbasierten Tools regelmäßig inaktive und abgemeldete Kontakte auf.

Ringo Dühmke

Über den Autor

E-Mail-Marketing-Experte

Ringo Dühmke ist Online-Unternehmer seit 2001 und beschäftigt sich seit 2003 mit E-Mail-Marketing. Auf Newsletter-Tipps.com teilt er seine Erfahrungen aus über zwei Jahrzehnten mit Newsletter-Tools, Automationen und Listenaufbau, damit Einsteiger und Profis das passende Werkzeug für ihr E-Mail-Marketing finden.

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