Du willst deinen ersten Newsletter verschicken, weißt aber nicht, welches Tool du nehmen sollst? Ich habe über 20 Jahre Erfahrung mit E-Mail-Marketing und zeige dir die fünf Werkzeuge, bei denen Einsteiger am schnellsten zum Ergebnis kommen.

Online-Unternehmer seit 2001, E-Mail-Marketing seit 2003. Zuletzt aktualisiert: März 2026
Als ich 2003 mit E-Mail-Marketing angefangen habe, gab es noch keine Drag-and-Drop-Editoren, keine kostenlosen Tarife und keine Automationen. Heute stehen Einsteiger vor dem entgegengesetzten Problem: zu viel Auswahl. Zehn, zwanzig, dreißig Tools buhlen um Aufmerksamkeit, jedes wirbt mit „einfach" und „kostenlos".
Die Wahrheit ist: Für Anfänger sind die meisten dieser Tools zu viel. Du brauchst kein CRM, keine prädiktiven Analysen und keinen KI-Kampagnen-Assistenten. Du brauchst einen verständlichen Editor, ein Anmeldeformular, das du in deine Website einbauen kannst, und die Gewissheit, dass deine E-Mails im Posteingang landen. Genau darauf habe ich diesen Vergleich ausgerichtet.
Bevor du die einzelnen Tools vergleichst, solltest du wissen, welche Eigenschaften für Anfänger wirklich zählen und welche nur Ablenkung sind. In über 20 Jahren E-Mail-Marketing habe ich fünf Kriterien identifiziert, die den Unterschied zwischen „erster Newsletter in 30 Minuten" und „nach zwei Stunden frustriert aufgegeben" machen:
Der Drag-and-Drop-Editor entscheidet darüber, ob du in 10 Minuten einen ansehnlichen Newsletter zusammengebaut hast oder ob du an der Formatierung verzweifelst. Ein guter Editor zeigt dir Bausteine (Text, Bild, Button), die du einfach zusammenklickst.
Wie schnell findest du dich zurecht? Manche Tools (ActiveCampaign, KlickTipp) haben hunderte Funktionen, die Einsteiger erschlagen. Andere (MailerLite, Rapidmail) zeigen dir nur, was du gerade brauchst.
Wer gerade erst anfängt, will kein Geld ausgeben, bevor das erste Ergebnis steht. Ein guter Free-Plan erlaubt dir, das Tool in Ruhe kennenzulernen, ohne Kreditkarte und ohne Zeitdruck.
Wenn etwas nicht funktioniert, hilft dir ein englischsprachiger Chatbot wenig. Deutsche Anleitungen, eine deutschsprachige Oberfläche und idealerweise Telefonsupport machen gerade am Anfang den Unterschied.
Das Tool sollte mit dir wachsen können. Wenn du in sechs Monaten 2.000 Abonnenten hast, sollte das Upgrade reibungslos funktionieren, ohne dass du das Tool wechseln und alle Kontakte exportieren musst.
| Tool | Free-Plan | Editor | Lernkurve | Deutsch | DSGVO | Ab Preis |
|---|---|---|---|---|---|---|
| MailerLite | 500 Kontakte | Sehr leicht | Teilweise | EU | 9 € | |
| Brevo | Unlim. Kontakte | Leicht | Ja | EU | 7 € | |
| Rapidmail | Testversand | Sehr leicht | Ja + Tel. | DE | 15 € | |
| CleverReach | 250 Kontakte | Leicht | Ja | DE | 15 € | |
| GetResponse | 500 Kontakte | Leicht | Ja | EU | 16 € |
Warum fehlen hier ActiveCampaign, KlickTipp und Klaviyo? Diese Tools sind leistungsstark, aber für Einsteiger zu komplex. Die Bedienoberflächen setzen Marketing-Vorwissen voraus und überfordern Nutzer, die ihren ersten Newsletter verschicken wollen. Du findest sie im großen Tool-Vergleich unter „Für Profis".
Wenn mich jemand fragt, mit welchem Tool er als Anfänger starten soll, empfehle ich fast immer MailerLite. Der Grund ist einfach: Kein anderes Tool macht den Weg vom leeren Bildschirm zum fertigen Newsletter so kurz. Der Drag-and-Drop-Editor ist das Herzstück. Du ziehst Textblöcke, Bilder und Buttons auf eine Leinwand und siehst sofort, wie das Ergebnis aussieht. Es gibt keine versteckten Menüs, keine kryptischen Einstellungen. Was du siehst, ist das, was deine Leser bekommen.
Dazu kommt ein eingebauter Website-Builder, der für viele Anfänger eine einfache Homepage ersetzen kann, und ein kostenloser Plan, der mit 500 Kontakten und 12.000 E-Mails pro Monat für den Start locker reicht. Der einzige Nachteil: Die Oberfläche ist nicht vollständig auf Deutsch übersetzt, und die Freischaltung neuer Accounts ist streng (du brauchst eine saubere Website mit klarem Impressum).
500 Kontakte, 12.000 E-Mails
Brevo (vielen noch als Sendinblue bekannt) hat einen entscheidenden Vorteil für Anfänger, die sich nicht sicher sind, wie groß ihre Liste werden wird: Es gibt kein Kontaktlimit. Du kannst unbegrenzt viele E-Mail-Adressen speichern, ohne einen Cent zu zahlen. Das Tageslimit liegt bei 300 E-Mails, was für wöchentliche Newsletter an bis zu 1.200 Kontakte reicht.
Die Oberfläche ist vollständig auf Deutsch übersetzt, und das integrierte CRM hilft dir, Kontakte von Anfang an sauber zu organisieren. Der Editor ist nicht ganz so intuitiv wie bei MailerLite (etwas mehr Menüstruktur), aber für Anfänger gut bedienbar. Brevo eignet sich besonders, wenn du neben dem Newsletter auch Transaktionsmails (z. B. Bestellbestätigungen aus einem Online-Shop) versenden willst.
Unbegrenzt Kontakte, 300/Tag
Rapidmail aus Freiburg ist das Tool, das ich Anfängern empfehle, die sich beim Thema Datenschutz keine Sorgen machen wollen. Alle Server stehen in Deutschland, der AV-Vertrag ist automatisch integriert, und wenn etwas nicht klappt, rufst du einfach beim deutschsprachigen Telefonsupport an. Das klingt selbstverständlich, ist im Newsletter-Markt aber selten.
Der Editor ist bewusst einfach gehalten. Rapidmail verfolgt das Prinzip „weniger ist mehr": Du wählst eine Vorlage, tauschst Texte und Bilder aus und klickst auf „Senden". Die Kehrseite: Komplexe Automationen oder mehrstufige Funnels sind nicht die Stärke dieses Tools. Wer nur regelmäßig einen sauberen Newsletter verschicken will (und das betrifft die meisten Anfänger), ist hier richtig aufgehoben. Einen dauerhaft kostenlosen Tarif gibt es nicht, aber der erste Versand an bis zu 2.000 Empfänger ist gratis.
Ab 500 Empfänger (Starter)
CleverReach ist seit 2007 am Markt und hat sich als verlässliches „Arbeitstier" für den deutschen Mittelstand etabliert. Der Lite-Tarif (250 Kontakte, 1.000 E-Mails pro Monat) ist kostenlos und reicht, um das Tool kennenzulernen. Die Bedienung ist sachlich, strukturiert und komplett auf Deutsch.
Der Editor wirkt im Vergleich zu MailerLite etwas „steifer", funktioniert aber zuverlässig. Die große Stärke von CleverReach liegt in der Flexibilität: Wer nur gelegentlich versendet, kann über das Flex-Prepaid-Modell pro E-Mail zahlen statt ein Monatsabo abzuschließen. Und wer später mehr Funktionen braucht, findet im Pro-Tarif Automationen, Versandterminierung und unbegrenzte E-Mails. CleverReach ist CSA-zertifiziert, was bedeutet, dass die Server bei großen Providern auf einer Whitelist stehen und E-Mails seltener im Spam landen.
Lite: 250 Kontakte, 1.000 E-Mails
GetResponse gehört zu den ältesten Tools am Markt (gegründet 1998) und bietet Funktionen, die deutlich über einen reinen Newsletter hinausgehen: Landing Pages, Webinare, Online-Kurse und Conversion Funnels. Das klingt nach viel, aber GetResponse hat seine Benutzeroberfläche in den letzten Jahren so vereinfacht, dass auch Einsteiger schnell einen Newsletter zusammenbauen können.
Der Free-Plan (500 Kontakte, 2.500 E-Mails pro Monat) reicht für den Start, enthält aber keine Automationen. GetResponse eignet sich besonders für Anfänger, die wissen, dass sie in naher Zukunft Webinare geben oder Online-Kurse verkaufen wollen. Statt später ein separates Webinar-Tool zu kaufen und zu verknüpfen, hast du mit GetResponse alles unter einem Dach.
500 Kontakte, 2.500 E-Mails
In über 20 Jahren E-Mail-Marketing habe ich fünf Fehler beobachtet, die fast jeder Einsteiger macht. Wenn du sie kennst, sparst du dir Wochen an Frust:
ActiveCampaign und KlickTipp sind leistungsstarke Tools, aber ihre Stärke (komplexe Automationen) brauchst du als Anfänger nicht. Starte mit einem einfachen, kostenlosen Tool. Wenn du die Grenzen erreichst, kannst du jederzeit wechseln.
Ohne korrekt eingerichtetes Double-Opt-in riskierst du Abmahnungen. Die gute Nachricht: Alle hier empfohlenen Tools haben Double-Opt-in als Standard aktiviert. Deaktiviere es nicht. Details: DSGVO & Newsletter.
Gekaufte oder gemietete Listen sind nicht nur rechtlich problematisch (fehlende Einwilligung), sondern zerstören auch deine Zustellbarkeit. Alle seriösen Tools prüfen die Listenqualität und sperren Accounts, die Spam-Listen importieren. Baue deine Liste organisch auf: E-Mail-Adressen sammeln.
Der häufigste Grund, warum Leute nie mit ihrem Newsletter anfangen. Dein erster Newsletter darf an 10, 50 oder 100 Leute gehen. Du lernst mehr aus 10 versendeten Newslettern als aus 10 Monaten Planung. Starte mit dem, was du hast.
Beide Elemente sind gesetzlich vorgeschrieben. Alle empfohlenen Tools fügen den Abmeldelink automatisch ein. Das Impressum musst du selbst ergänzen (als Textblock am Ende oder als Link zu deiner Impressum-Seite).
Du hast dich für ein Tool entschieden? So sieht der Weg zum ersten Versand aus:
Melde dich beim Tool deiner Wahl an. Bestätige deine E-Mail-Adresse und fülle dein Profil aus (Absendername, Absender-E-Mail, Firmenadresse). Manche Tools (MailerLite, Sender.net) prüfen deinen Account manuell, was bis zu 24 Stunden dauern kann.
Erstelle ein Formular und binde es auf deiner Website ein (als Pop-up, Inline-Formular oder separate Landing Page). Achte auf den Einwilligungstext und stelle sicher, dass Double-Opt-in aktiviert ist. Anleitung: Newsletter erstellen.
Wähle eine Vorlage oder starte mit einem leeren Layout. Schreibe einen klaren Betreff, einen persönlichen Einleitungstext und einen Call-to-Action (was soll der Leser als Nächstes tun?). Halte den ersten Newsletter kurz: 200 bis 400 Wörter reichen völlig. Tipps: Betreffzeilen, die geöffnet werden.
Sende dir zuerst eine Test-E-Mail, prüfe die Darstellung auf dem Smartphone und klicke dann auf „Versenden". Nach 24 Stunden schaust du dir die Statistiken an: Öffnungsrate über 20 % ist gut, Klickrate über 2 % ist solide. Daraus lernst du für den nächsten Newsletter.
Ja. MailerLite, Brevo und GetResponse bieten Landing Pages an, die du als eigenständige Anmeldeseite nutzen kannst. Du brauchst dann nur den Link zu dieser Seite (z. B. in deiner Instagram-Bio oder auf Social Media). MailerLite hat sogar einen kompletten Website-Builder im kostenlosen Plan. Für die DSGVO brauchst du allerdings ein Impressum, das du auf der Landing Page verlinken musst.
Einmal pro Woche ist ein guter Rhythmus, weil du so regelmäßig sichtbar bleibst, ohne deine Leser zu überfordern. Wenn du weniger Kapazität hast, reicht auch alle zwei Wochen. Wichtiger als die Frequenz ist die Regelmäßigkeit: Lieber zuverlässig alle 14 Tage als eine Woche täglich und dann drei Monate Pause.
Am Anfang nicht unbedingt. Dein erster Fokus sollte darauf liegen, regelmäßig manuell Newsletter zu schreiben und deine Liste aufzubauen. Die erste sinnvolle Automation ist eine Willkommensserie: eine automatische E-Mail-Sequenz, die jeder neue Abonnent nach der Anmeldung erhält. MailerLite und Brevo bieten diese Funktion bereits im kostenlosen Tarif.
CleverReach mit dem Flex-Prepaid-Modell ist optimal für Vereine. Du zahlst nur, wenn du tatsächlich versendest, und die Server stehen in Deutschland. Alternativ bietet Rapidmail bis zu 50 % Rabatt für gemeinnützige Organisationen, und MailerLite gewährt 30 % Non-Profit-Rabatt. Mehr dazu: DSGVO-konforme Tools im Vergleich.
Das hängt vom Tool ab. Bei MailerLite erreichst du die 500-Kontakte-Grenze oft nach zwei bis vier Monaten aktivem Listenaufbau, bei Brevo ist das Kontaktlimit kein Thema (unbegrenzt), aber das Tageslimit (300 E-Mails) wird relevant, sobald du mehr als ca. 1.200 Kontakte hast und wöchentlich versendest. Die günstigsten Bezahltarife starten bei 7 € (Brevo) und 9 € (MailerLite) pro Monat. Ausführlicher Überblick: Preisvergleich.
Ja, ein Wechsel ist jederzeit möglich. Alle Tools bieten einen CSV-Export deiner Kontaktliste. Wichtig: Du musst nachweisen können, dass alle importierten Kontakte ein gültiges Double-Opt-in durchlaufen haben. Einige Premium-Tools (ActiveCampaign, KlickTipp) bieten sogar einen kostenlosen Umzugsservice an. Der Wechsel ist also kein Grund, gleich zum teuersten Tool zu greifen.
Ringo Dühmke ist Online-Unternehmer seit 2001 und beschäftigt sich seit 2003 mit E-Mail-Marketing. Auf Newsletter-Tipps.com teilt er seine Erfahrungen aus über zwei Jahrzehnten mit Newsletter-Tools, Automationen und Listenaufbau, damit Einsteiger und Profis das passende Werkzeug für ihr E-Mail-Marketing finden.
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