Tool-Profil ca. 17 Min. Lesezeit Aktualisiert: April 2026
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Constant Contact Test 2026

Erfahrungen, Preise, Vor- & Nachteile

Seit 1995 am Markt, Hunderttausende Kunden und das wohl beste Event-Management unter allen Newsletter-Tools: Constant Contact ist eine Institution im US-Markt. Doch lohnt sich die Plattform auch für deutsche Nutzer? Dieser Testbericht klärt Stärken, Schwächen und Preise.

Ringo Dühmke
Von Ringo Dühmke · Seit 2001 Online-Unternehmer und Gründer von Newsletter-Tipps.com. Ringo testet E-Mail-Marketing-Tools seit über 20 Jahren und kennt die Stärken und Schwächen jeder Plattform aus der Praxis.

Constant Contact auf einen Blick

Constant Contact Logo
Unternehmen: Constant Contact, Inc.
Hauptsitz: Waltham, Massachusetts, USA
Gegründet: 1995
Kunden: Hunderttausende weltweit
DSGVO: Konfigurierbar (US-Anbieter)
Gratis-Tarif: Kein Free-Plan (60-Tage-Test)
Bezahltarife: Ab ca. 12 €/Monat (Lite)
Besonderheit: Event-Management mit Ticketing

Constant Contact ist eines der ältesten E-Mail-Marketing-Tools der Welt. 1995 (noch unter dem Namen „Roving Software") gegründet, hat die Plattform aus Massachusetts den Aufstieg des digitalen Marketings von Anfang an mitgeprägt. Im US-Markt gehört Constant Contact zu den bekanntesten Marken neben Mailchimp, während es im deutschsprachigen Raum deutlich weniger präsent ist.

Was Constant Contact von anderen Tools unterscheidet, ist die Kombination aus klassischem E-Mail-Marketing und integriertem Event-Management. Du kannst direkt im Tool Veranstaltungen erstellen, Einladungen per E-Mail versenden, RSVPs verwalten und Tickets verkaufen. Für Vereine, Trainer, lokale Unternehmen und Non-Profits ist das ein echtes Alleinstellungsmerkmal. Seit der Übernahme von Moosend Mitte 2025 hat Constant Contact zudem seine Automatisierungs-Engine modernisiert.

Für wen eignet sich Constant Contact?

Constant Contact richtet sich an kleine Unternehmen, lokale Dienstleister und Non-Profit-Organisationen, die ein unkompliziertes Marketing-Tool suchen. Es ist weniger für technikaffine Profis gedacht, die hochkomplexe Funnels bauen wollen, sondern für Nutzer, bei denen das Tool „einfach funktionieren" soll, ohne lange Einarbeitung.

Besonders stark ist Constant Contact bei Anwendungsfällen, die über reines E-Mail-Marketing hinausgehen: Event-Einladungen mit RSVP-Verwaltung, Spendenkampagnen für gemeinnützige Organisationen, Social-Media-Postings aus demselben Dashboard heraus und Paid-Advertising-Kampagnen über Google und Facebook.

Typische Anwendungsfälle: Event-Einladungen mit Online-Ticketing, Spendenaufrufe für NGOs, Newsletter für lokale Geschäfte und Gastronomen, Vereinskommunikation mit RSVP-Verwaltung, kombinierte E-Mail- und Social-Media-Kampagnen.

Funktionen & Besonderheiten

Constant Contact positioniert sich als digitaler Werkzeugkasten für den Geschäftsalltag. Neben E-Mail-Marketing stecken Social-Media-Management, Landing Pages, Formulare, ein Online-Shop-Builder und eben das Event-Management im Paket.

Event-Management (Alleinstellungsmerkmal)

Kein anderes Newsletter-Tool in dieser Übersicht bietet eine vergleichbare Event-Funktion. Du kannst direkt in Constant Contact Veranstaltungen anlegen, eine Einladungsseite mit Online-Anmeldung erstellen, Zusagen und Absagen (RSVPs) verwalten und sogar Ticket-Zahlungen abwickeln. Die Event-Daten fließen automatisch ins Kontaktmanagement, sodass du nach der Veranstaltung gezielt Follow-up-Mails an Teilnehmer oder Nicht-Erschienene senden kannst.

KI-Kampagnen-Generator (2026)

Constant Contact hat seine KI 2026 erheblich ausgebaut. Du gibst deine Branche und dein Kampagnenziel an, und die KI erstellt einen kompletten Kampagnenplan. Dieser umfasst nicht nur E-Mail-Texte und Betreffzeilen, sondern auch passende Social-Media-Posts, Landing-Page-Vorschläge und einen empfohlenen Versandzeitpunkt. Die Ergebnisse sind als Startpunkt brauchbar und sparen besonders Einsteigern viel Zeit.

Automationen (mit Moosend-Technologie)

Durch die Übernahme von Moosend Mitte 2025 hat Constant Contact seine Automatisierungs-Engine modernisiert. Du kannst jetzt mehrstufige Workflows mit Verzweigungen, Zeitverzögerungen und verhaltensbasierten Triggern aufsetzen. Im Vergleich zu ActiveCampaign sind die Möglichkeiten allerdings weiterhin eingeschränkt. Für Willkommensserien, Geburtstagsmails und einfache Segmentierung reicht es aber aus.

E-Mail-Editor & Templates

Der Editor ist auf maximale Einfachheit getrimmt: Du wählst ein Template, tauschst Texte und Bilder aus und versendest. Die Vorlagenbibliothek enthält hunderte Designs, sortiert nach Branchen und Anlässen (Feiertage, Events, Spendenaufrufe). Der Nachteil: Für kreative Designer fühlen sich die Layouts oft zu „konservativ" und starr an. Wer ausgefallene Spalten-Layouts oder Pixel-genaue Kontrolle sucht, wird bei MailerLite oder Mailchimp glücklicher.

Social-Media-Management

Du kannst Social-Media-Beiträge für Facebook, Instagram und LinkedIn direkt aus Constant Contact heraus planen und veröffentlichen. Das ersetzt kein dediziertes Social-Media-Tool, reicht aber für kleine Unternehmen, die nicht noch ein weiteres Abo abschließen wollen.

Schnittstellen & Integrationen

Constant Contact bietet über 300 Integrationen:

  • E-Commerce: Shopify, WooCommerce, BigCommerce, Etsy, Eventbrite
  • CMS: WordPress, Squarespace, Wix
  • Non-Profit: DonorPerfect, Bloomerang, Network for Good
  • Weitere: Zapier, Salesforce, QuickBooks, Canva, Facebook Ads, Google Ads

DSGVO & Datenschutz

Constant Contact ist ein US-Unternehmen mit Servern in den USA. Für deutsche Nutzer bedeutet das: Ein DSGVO-konformer Einsatz ist möglich, erfordert aber Konfigurationsaufwand. Es gibt kein EU-Daten-Hosting (anders als bei HubSpot, das ein Rechenzentrum in Frankfurt anbietet).

  • DPA (Data Processing Addendum): Constant Contact stellt ein Datenverarbeitungsabkommen bereit.
  • Double-Opt-in: Lässt sich in den Formularen aktivieren.
  • Einwilligungs-Checkboxen: Können in Anmeldeformulare eingebaut werden.
  • Datenlöschung: Kontakte lassen sich vollständig entfernen.

Für den DACH-Markt: Constant Contact speichert alle Daten auf US-Servern. Die Oberfläche und der Support sind primär auf Englisch. Für Unternehmen, die einen europäischen Anbieter mit deutscher Oberfläche und EU-Servern bevorzugen, sind Brevo, CleverReach oder Rapidmail die sicherere Wahl.

Preise & Tarife im Überblick

Constant Contact hat Mitte 2025 seinen dauerhaft kostenlosen Tarif abgeschafft. Stattdessen gibt es eine großzügige 60-tägige Testphase (oft ohne Kreditkarte möglich). Das Preismodell ist kontaktbasiert: Du zahlst nach der Anzahl deiner Abonnenten.

Die drei Haupttarife

Lite: Ab ca. 12 € pro Monat (500 Kontakte). Fokus auf einfachen Newsletter-Versand mit KI-Unterstützung. Grundlegende Automatisierungen und Formulare enthalten. Constant-Contact-Branding in den E-Mails.

Standard: Ab ca. 35 € pro Monat (500 Kontakte). Fortgeschrittene Automatisierungen, A/B-Tests, Segmentierung und Event-Management. Kein Branding. Der empfohlene Tarif für professionelle Nutzer.

Premium: Ab ca. 80 € pro Monat (500 Kontakte). Zusätzlich SEO-Tools, Google-Ads-Integration, erweiterte Reporting-Dashboards und maximale Analysetiefe. Für Unternehmen, die ihr digitales Marketing komplett über Constant Contact steuern wollen.

Kontakte Lite (ca. €) Standard (ca. €) Premium (ca. €)
50012 €35 €80 €
1.00025 €50 €100 €
2.50040 €65 €130 €
5.00055 €85 €170 €
10.00080 €125 €230 €
25.000170 €240 €380 €

Alle Preise sind Richtwerte (EUR-Umrechnung, Stand April 2026). Constant Contact rechnet in USD ab. Bei jährlicher Zahlung sparst du ca. 15 %. Non-Profits erhalten Sonderrabatte.

Rechenbeispiel: Ein lokaler Verein mit 2.500 Mitgliedern, der quartalsweise Newsletter und Event-Einladungen versendet, zahlt im Standard-Tarif ca. 65 € pro Monat. Bei CleverReach (Pro, 2.500 Empfänger) wären es 45 € pro Monat, allerdings ohne Event-Management. Wer auf das Ticketing angewiesen ist, spart sich mit Constant Contact ein separates Tool wie Eventbrite.

Typische Anwendungsfälle

Verein oder NGO mit Events

Du organisierst regelmäßig Veranstaltungen (Mitgliederversammlungen, Benefiz-Abende, Workshops) und willst Einladungen, RSVPs und Follow-up-Mails aus einem Tool heraus steuern. Constant Contact liefert genau das: Event-Erstellung, Online-Anmeldung, Ticket-Verkauf und automatische Dankes-Mails an Teilnehmer. Für Non-Profits gibt es zusätzliche Spendensammlungs-Templates und Rabatte auf die Tarife.

Lokaler Dienstleister (Gastro, Fitness, Handwerk)

Ein Restaurantbesitzer, Fitnessstudio oder Handwerksbetrieb braucht keine komplexen Automationen, sondern ein Tool, das schnell eine Aktion per E-Mail an die Kundenliste schickt. Constant Contacts einfacher Editor und die Social-Media-Integration machen es möglich, in 15 Minuten einen Newsletter und den passenden Facebook-Post zu erstellen und zu versenden.

Kleines Unternehmen mit Paid Advertising

Im Premium-Tarif kannst du Google- und Facebook-Ads direkt aus Constant Contact heraus schalten und die Ergebnisse in einem Dashboard sehen. Für kleine Teams, die kein separates Ads-Tool betreiben wollen, ist das eine Vereinfachung. Die Ads-Funktionen sind allerdings nicht so tiefgreifend wie in dedizierten Plattformen.

Vorteile & Nachteile

Vorteile

  • Event-Management mit RSVP und Ticketing (einzigartig)
  • KI-Kampagnen-Generator erstellt komplette Pläne
  • Telefon-Support (auch international)
  • Spezielle Non-Profit-Funktionen und Rabatte
  • Social-Media-Management integriert
  • 60-Tage-Testphase (statt üblicher 14 Tage)
  • Moosend-Technologie für bessere Automationen

Nachteile

  • Kein dauerhaft kostenloser Tarif
  • Preise steigen steil bei wachsender Liste
  • Editor-Templates wirken teils konservativ/starr
  • Kündigung oft nur per Telefon/Chat möglich
  • Automationen schwächer als bei ActiveCampaign
  • US-Server, kein EU-Hosting
  • Oberfläche und Support primär auf Englisch

Alternativen zu Constant Contact

Constant Contact überzeugt beim Event-Management und als einfaches Rundumpaket für kleine Unternehmen. Wer günstiger, flexibler oder DSGVO-sicherer arbeiten will, findet hier starke Alternativen:

MC

Mailchimp Aus den USA

Der direkte US-Rivale. Mailchimp bietet einen moderneren Editor, tiefere E-Commerce-Integration (besonders Shopify) und einen kostenlosen Einstieg (500 Kontakte). Allerdings fehlt ein Event-Management. Mailchimp ist die logische Alternative für Nutzer, die keinen Event-Bedarf haben und einen polierteren Editor suchen.

Zum Mailchimp-Testbericht →
B

Brevo Aus Paris 🇪🇺

Die günstigere europäische Alternative. Brevo bietet E-Mail, SMS, WhatsApp, Chat und CRM ab 0 € pro Monat. Das volumenbasierte Preismodell (pro E-Mail statt pro Kontakt) ist bei großen Listen deutlich günstiger als Constant Contact. Kein Event-Management, dafür EU-Server und DSGVO-Konformität ab Werk.

Zum Brevo-Testbericht →
CR

CleverReach Aus Rastede 🇩🇪

Die deutsche Alternative für Vereine und Organisationen. CleverReach bietet Server in Deutschland, einen kostenlosen Einstieg (250 Kontakte), ein Prepaid-Modell für Gelegenheitsversender und deutschsprachigen Support. Kein Event-Management, aber für datenschutzsensible Anwendungsfälle im DACH-Raum die sicherste Wahl.

Zum CleverReach-Testbericht →

Tipp: Du brauchst Event-Management, willst aber nicht auf einen US-Anbieter setzen? Eine Kombination aus CleverReach (für Newsletter) und einem dedizierten Event-Tool wie Eventbrite kann die datenschutzfreundlichere Lösung sein.

Fazit: Für wen lohnt sich Constant Contact?

Constant Contact hat eine klare Nische: Es ist das Tool der Wahl für kleine Unternehmen und Organisationen, die Event-Management und E-Mail-Marketing aus einer Hand brauchen. Die Kombination aus Einladungs-Management, RSVP-Tracking, Ticketing und Follow-up-Automationen ist einzigartig am Markt und erspart in vielen Fällen ein separates Event-Tool.

Für deutsche Nutzer ohne Event-Bedarf gibt es allerdings günstigere und DSGVO-freundlichere Alternativen. Die US-Server, die englischsprachige Oberfläche und die steil steigenden Preise bei wachsenden Listen machen Constant Contact für reine Newsletter-Versender weniger attraktiv als Brevo (günstiger, EU-Server), MailerLite (besserer Editor) oder CleverReach (deutsche Server, Prepaid-Modell). Wer jedoch regelmäßig Veranstaltungen organisiert und den Aufwand für separate Tools sparen will, findet in Constant Contact einen verlässlichen Partner.

Constant Contact

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Voller Zugang zu allen Funktionen. Keine Kreditkarte erforderlich.

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Häufige Fragen zu Constant Contact

Ist Constant Contact DSGVO-konform?
Constant Contact ist ein US-Unternehmen und speichert Daten auf US-Servern. Ein DSGVO-konformer Einsatz ist durch das DPA (Data Processing Addendum), Double-Opt-in und Einwilligungs-Checkboxen möglich, erfordert aber bewusste Konfiguration. Für datenschutzsensible Branchen empfehlen wir europäische Anbieter wie Brevo, CleverReach oder Rapidmail.
Gibt es einen kostenlosen Tarif?
Nein. Constant Contact hat den dauerhaft kostenlosen Tarif Mitte 2025 abgeschafft. Stattdessen gibt es eine großzügige 60-tägige Testphase, die oft ohne Kreditkartenangabe genutzt werden kann. Der günstigste Bezahltarif (Lite) startet bei ca. 12 € pro Monat für 500 Kontakte.
Was kostet Constant Contact pro Monat?
Der Lite-Tarif startet bei ca. 12 € pro Monat (500 Kontakte), der Standard-Tarif bei ca. 35 € und der Premium-Tarif bei ca. 80 €. Die Preise steigen mit der Listengröße. Constant Contact rechnet in USD ab, die EUR-Werte sind Umrechnungen. Bei jährlicher Zahlung sparst du ca. 15 %.
Kann ich mit Constant Contact Events verwalten?
Ja, das ist das Alleinstellungsmerkmal. Du kannst direkt im Tool Veranstaltungen erstellen, Einladungs-E-Mails versenden, RSVPs (Zusagen/Absagen) verwalten und Ticket-Zahlungen abwickeln. Die Event-Daten fließen automatisch ins Kontaktmanagement, sodass du nach der Veranstaltung gezielt Follow-up-Mails senden kannst.
Gibt es Constant Contact auf Deutsch?
Die Oberfläche und der Support sind primär auf Englisch. Es gibt keine vollständig deutsche Version der Plattform. Für Nutzer, die eine deutschsprachige Oberfläche und Support bevorzugen, sind CleverReach, Rapidmail oder Brevo (Standort Berlin) die bessere Wahl.
Stimmt es, dass man nur per Telefon kündigen kann?
Dieser Kritikpunkt taucht regelmäßig auf. Tatsächlich verlangt Constant Contact in einigen Fällen ein Telefonat oder einen Live-Chat-Kontakt, um das Abonnement zu kündigen. Eine reine Self-Service-Kündigung per Klick im Dashboard ist nicht immer verfügbar. Das empfinden viele Nutzer als veraltet und umständlich.
Ringo Dühmke

Über den Autor: Ringo Dühmke

Ringo ist seit 2001 als Online-Unternehmer aktiv und nutzt E-Mail-Marketing seit 2003. Als Gründer von Newsletter-Tipps.com testet er regelmäßig die gängigen Newsletter-Tools und bewertet sie aus der Perspektive eines Praktikers, der selbst täglich mit E-Mail-Kampagnen arbeitet.

Online-Unternehmer seit 2001 E-Mail-Marketing seit 2003 Gründer Newsletter-Tipps.com

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